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Wie sich drei junge Lehrlinge auf ihren Abschluss vorbreiten

Kurze Zusammenfassung:

  • Drei Lehrlinge bereiten sich bei zwei Vorarlberger Unternehmen mit klaren Zielen intensiv auf ihre Lehrabschlussprüfung vor.
  • Praxis, Theorie und Fachgespräch stehen im Mittelpunkt der Vorbereitung, ergänzt durch realitätsnahe Simulationen und regelmäßige Rückmeldungen.
  • Schnuppertage spielten bei allen eine zentrale Rolle bei der Berufswahl und halfen, die passende Ausbildung und das richtige Umfeld zu finden.
  • Ausbilder legen neben fachlichem Können auch großen Wert auf Auftreten, Präsentation und Sicherheit in der Prüfungssituation.
  • Mit strukturierter Vorbereitung und fixer Jobperspektive nach der Lehre gehen die Nachwuchsfachkräfte motiviert in ihre Abschlussprüfung.

Eigentlich wollte Thomas Burtscher vor vier Jahren nicht einmal bei Liebherr in Nenzing zum Schnuppern gehen. Der Grund dafür: „Mein großer Bruder hat schon hier gearbeitet.“ Dieser war es dann aber, der ihn davon überzeugt hat, es doch einmal zu versuchen. „Und ich habe sofort gewusst: Dort will ich hin, das gefällt mir“, sagt der angehende Maschinenbautechniker. Er weiß: Diese Entscheidung war richtig. Und sein Bruder ist ebenfalls immer noch im Unternehmen beschäftigt.

Praktisch und theoretisch

Fast vier Jahre später steht der 18-Jährige nun vor seiner Lehrabschlussprüfung. Ende Februar ist es so weit. Ein praktischer Teil und ein etwa 25-minütiges Fachgespräch zur Theorie stehen dabei auf dem Programm. Mit den Vorbereitungen hat der Lehrling bereits begonnen. Vor Weihnachten hat er von seinem Ausbilder Vincent Zugg einen Katalog mit möglichen Fragen beim Fachgespräch erhalten. Wöchentlich werden Thomas und die anderen Auszubildenden, die vor dem Abschluss stehen, zu unterschiedlichen Themen geprüft. „So motivieren wir sie, zuhause auf die Prüfung zu lernen“, erklärt Vincent.

SPONSOREN UND PARTNER

HAUPTSPONSOR
Volksbank Vorarlberg

SPONSOREN
PRISMA Unternehmensgruppe, People’s, BMW Unterberger

SACHSPONSOREN
Bäckerei Mangold, CASA Möbel, Dallmayr, Mohrenbräu, Pernod Ricard, Rauch Fruchtsäfte, Red Bull, SPAR – Weingut Schloss Fels, VO ÜS Vorarlberger Limo Werk

„Das Arbeiten mit Metall hat mir immer schon gefallen.“

Thomas Burtscher, Lehrling als Maschinenbautechniker bei Liebherr

Smiling young man with curly hair wearing a Liebherr t-shirt in a workshop environment.
Two men, one with curly hair, in Liebherr shirts examining a small mechanical part on a table.
Two men wearing black 'Liebherr' shirts examining a piece of machinery on a speckled table.
Two men measuring a component on a milling machine with a caliper, one observing.

Auch in Lustenau wird intensiv gelernt

Nicht nur bei Liebherr wird großer Wert auf eine gute Vorbereitung gelegt. Auch bei der Walter Bösch GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Lustenau ist Eigeninitiative von den Lehrlingen gefragt. Dort bereiten sich gerade Sezer Köse (20) und Koray Kahveci (19) auf ihre Lehrabschlussprüfung als Elektrotechniker mit Schwerpunkt Anlagen- und Betriebstechnik vor.

Schnuppern war entscheidend

Sie haben ebenfalls durch das Schnuppern ins Unternehmen gefunden. Sezer hatte zuvor die HTL für Elektrotechnik besucht. „Auf die Schule hatte ich dann aber keine Lust mehr und darum habe ich eine Lehrstelle gesucht. Ich wollte aber beim Thema Elektrotechnik bleiben, weil mich das einfach begeistert hat“, erzählt der 20-Jährige. Sein jüngerer Kollege hat auf der Suche nach der passenden Ausbildung auch im Bereich Trockenbau geschnuppert. Geworden ist es dann aber die Elektrotechnik: „Weil man da nicht so viel draußen arbeiten muss und nicht so schmutzig wird.“ Für beide spielte das Arbeitsklima bei bösch eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für die Lehre.

„Die Lehrausbildung hier kann ich nur empfehlen.“

Koray Kahveci, Lehrling als Elektrotechniker bei bösch

A man in a blue t-shirt with glasses smiles in front of an open electrical panel with wires.

Auch im Bereich Elektrotechnik setzt sich die Lehrabschlussprüfung aus einem praktischen und einem theoretischen Teil zusammen. Bereits seit Herbst befassen sich die beiden Lehrlinge mit den Fachthemen. In realitätsnahen Simulationen wurden dann im Jänner die Fachgespräche simuliert. Die Prüfungssituation wird dabei genau nachgestellt. Zeitvorgaben, Bewertung und Feedback gehören dazu.

Volle Konzentration auf Vorbereitung

Drei Wochen dauert dann die intensive Vorbereitungsarbeit der Nachwuchsfachkräfte auf ihre Lehrabschlussprüfung. Während dieser Zeit werden sie vollständig aus dem Tagesgeschäft herausgenommen. So können sie sich auf die praktischen Inhalte der Prüfung vorbereiten. Dabei werden Sezer und Koray von mehreren Ausbildern unterstützt. Den Hauptteil übernimmt dabei Kevin Gassner, der die Lehrlinge insbesondere in den Bereichen Schaltungsaufbau, Messtechnik sowie bei den Grundlagen für speicherprogrammierbare Steuerungen intensiv vorbereitet.

Das Auftreten ist wichtig

Auch in der Lehrwerkstatt von Liebherr in Nenzing dreht sich in den zwei Wochen vor dem Prüfungstermin alles um den Praxisteil. Dabei müssen die Lehrlinge unter anderem ein Werkstück drehen, fräsen und zusammenbauen. Aus Sicht des Ausbilders gehört aber nicht nur das Fachliche zur Prüfungsvorbereitung: „Uns ist auch das richtige Auftreten wichtig: vernünftige Kleidung statt einer Jogginghose oder sich höflich vorzustellen und zu grüßen.“

„Es freut einen, die Entwicklungsschritte mitzuerleben, die die Lehrlinge während der Ausbildung machen.“

Vincent Zugg, Lehrlingsausbilder bei Liebherr in Nenzing

A man wearing a black Liebherr t-shirt looks directly at the camera, standing in a workshop.

Die Prüfungssituation, die ihn Ende Februar erwartet, kennt Thomas bereits vom Lehrlingsleistungswettbewerb nach dem zweiten Lehrjahr. Dort hat er selbst erlebt, was es heißt, unter Prüfungsbedingungen in einer unbekannten Werkstatt ein Werkstück zu fertigen und Fragen einer Kommission zu beantworten. „Beim Lehrlingsleistungswettbewerb war ich zwar nervös, aber ich war eben auch gut vorbereitet“, sagt Thomas.

Das Potenzial voll ausschöpfen

Diese Erfahrungen geben ihm zusätzliche Sicherheit für den Abschluss. Für Ausbilder Vincent geht es vor allem darum, dass seine Schützlinge bei der Lehrabschlussprüfung ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Er möchte sich mit ihnen über ein möglichst gutes Ergebnis freuen dürfen. Thomas ist jedenfalls motiviert: „Ich möchte die Prüfung nicht nur bestehen, sondern sie mit ausgezeichnetem Erfolg abschließen.“ Wenn der 18-Jährige darüber spricht, ist klar: Das ist nicht nur ein Wunsch, sondern sein Ziel.

Vorbereitungskurse als Unterstützung

Ähnlich wie Thomas haben auch Sezer und Koray bereits Erfahrungen beim Lehrlingsleistungswettbewerb gesammelt. Und auch auf ein angemessenes Auftreten und eine gute Präsentationstechnik wird bei bösch vom ersten Lehrjahr an großer Wert gelegt. Zusätzlich besuchen die Auszubildenden Vorbereitungskurse des Wifi. Auf diese Weise lernen sie die Räumlichkeiten und Materialien vor Ort kennen. Denn dort werden die Abschlussprüfungen absolviert.

Three men in a workshop, two working on electrical equipment, one observing.
Two pairs of hands work on an electrical panel, one using a yellow multimeter. Shelves of components in background.
Three men in work attire stand smiling in front of electrical cabinets.
Three men in a workshop, one demonstrating or learning with an electrical control panel.

Bei der Lehrabschlussprüfung zeigt sich, wie sehr sich die Ausbilder und die Lehrlinge während der gesamten Lehrzeit bemüht haben.

Kevin Gassner, Lehrlingsausbilder bei bösch in Lustenau

Young man in a blue shirt smiles in front of an open electrical control cabinet with complex wiring.

Ausgezeichneter Erfolg als Ziel

Die beiden Nachwuchsfachkräfte sind also gut gerüstet für die letzte große Aufgabe in ihrer Ausbildung. Entsprechend nennen auch beide das gleiche Ziel für die Prüfung: „Ein ausgezeichneter Erfolg“. Auch ihr Ausbilder wird mit ihnen mitfiebern: „Bei der Prüfung werde ich sicher genauso aufgeregt sein wie Sezer und Koray“, meint Kevin Gassner und lacht.

Im Kundendienst ist man vielseitig unterwegs und sieht auch etwas von der Welt.

Sezer Köse, Lehrling als Elektrotechniker bei bösch

Young man with beard in front of an open electrical control panel with wires.

Wie es beruflich nach der Lehre weitergeht, wissen Sezer und Koray bereits. Denn sie haben schon einen unterschriebenen Dienstvertrag in der Tasche und werden künftig als Kundendiensttechniker für bösch im Einsatz sein. „Dadurch fällt der Stress weg, sich nach der Lehre einen Arbeitsplatz suchen zu müssen“, betont der 20-Jährige. Sein jüngerer Kollege fügt an: „Und es motiviert auch.“

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Produziert von Russmedia Digital GmbH
Text: Michael Steinlechner
Bilder: Michael Steinlechner

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